Aufheizeffekte der Dauerstaus
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Während einer Warmwetterphase mit Lufttemperaturen von über 30 Grad wärmte sich die Altenau spürbar auf. Eine Messung oberhalb und unterhalb der Stauanlagen bestätigten die Angaben von Gerken et al. - die beiden Stauseen bewirken eine enorme Erwärmung der Altenau. Starkes Algenwachstum, reduzierter Sauerstoffgehalt etc. sind die Konsequenz. In weiterer Folge wird der Lebensraum für typische Bacharten (Forelle, Prachtlibelle...) "zu warm" und ungeeignet.
Während Altenau und Holtheimer Bach oberhalb der Staue klares, kühles Wasser führten, änderte sich die Situation unterhalb des Hauptstaues schlagartig. Trübes Wasser mit dichten Algenwatten prägte das Bild. Die Messungen ergaben, dass sich die Altenau in den Stauen um ca. 5 Grad Celsius erwärmt hatte, was z.B. über der gesetzlich erlaubten Flusserwärmungen durch einige AKW´s liegt (z.B. AKW Fessenheim/Rhein: im Juni max. 4 Grad). Damit zeigt sich wieder einmal, welche Folgen die Dauerstaue für die gesamte Altenau haben.
Messungen vom 25.6.06 um 11.30 Uhr
Altenau oberh. Vorstau |
Holtheimer Bach ob. Vorstau 12.3 °C |
unterh. Hauptstau |
Altenau direkt unterhalb Hauptstau (21.6.06)
Altenau oberhalb der Stauseen (21.6.06)
Holtheimer Bach oberhalb Vorstau (21.6.06)
Altenau unterh. Dauerstau (21.6.06)
(DI Ulrich Eichelmann im August 2006)